Thomas Höffgen

Naturheilkunde der Germanen

In: Ganzheitsmedizin III: Die Wissenschaft der Heilung - Auf dem Weg zur Metamedizin

 

"Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die Natur"

Arthur Schopenhauer

Die Geschichte der Medizin beginnt in der Steinzeit: Schon vor Jahrzehntausenden befassten sich die prähistorischen Gesellschaften mit der Ursache und Behandlung von Krankheiten und Leiden. Und ihre Erkenntnisse können nicht allzu primitiv gewesen sein: Hätten diese Menschen nicht bereits profunde Techniken besessen, um für das körperliche, seelische und geistige Wohlergehen zu sorgen, wäre die Menschheit schon vor Ewigkeiten ausgestorben.

 

Das älteste medizinische System der Welt ist der Schamanismus: Die ersten „Medizinmänner“ und „Medizinfrauen“ gingen davon aus, dass den menschlichen Gebrechen keine physischen, sondern metaphysische Einflüsse zugrunde liegen – Einflüsse der Götter, Geister und Dämonen. Entsprechend suchten sie, mit diesen Entitäten in Kontakt zu treten, um Harmonie und Heilung herzustellen.

 

Über Tausende von Jahren hat sich diese Ur-Heilkunde forttradiert: Naturvölker aller Zeiten praktizierten die Schamanenkunst und tun dies teilweise bis heute, indigene Ethnien in Asien, Amerika oder Australien, die unter „Medizin“ die „transzendenten Kräfte hinter den Erscheinungen“ verstehen und in heilkundliche Interaktion mit dem „Großen Geist“ treten. Allein in Nord- und Mitteleuropa, so liest man immer wieder, kannte man diese schamanische Naturheilkunde nicht ...